Geschichte

Bereits im Jahre 1885 gibt es in Neuengeseke den ersten Spielmannszug, Männer des Kirchspiels ausgestattet mit Trommeln und Pfeifen marschierten zum Schützenfest durch die Straßen. Dies ist nur mündlich überliefert und so gründete sich der Spielmannszug Neuengeseke offiziell im Jahre 1920. Tambourmajor und 1. Vorsitzender ist Dietrich Schremmer sen. sen.. Nach einigen Jahren des frohen Musizierens auf dem Schützenfest und anderen Festen in Neuengeseke, der Spielmannszug bestand auch damals schon aus Spielleuten aus dem gesamten Kirchspiel Neuengeseke, fand im Jahr 1925 ein Wettstreit für Tambourcorps in Neuengeseke statt (eine Fotografie der Teilnahme-Urkunde ist noch heute im Besitz des Spielmannszuges). 1927 schließt sich der Spielmannszug Neuengeseke der freiwilligen Feuerwehr Neuengeseke an.
Der 2. Weltkrieg trennte die Spielleute, einige kehrten nicht mehr heim oder gerieten in Gefangenschaft.
Nach dem Krieg war eine Neugründung im Jahr 1952 unausweichlich. Dietrich Schremmer sen. sen. wird erneut Tambourmajor. Im Jahr 1953 wird der Trommler Heinrich Leifert zum Tambourmajor und 1. Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wird im Jahr 1960 Horst Dicke. Im Jahr 1957 spielt der Spielmannszug zum ersten Mal auf dem Schützenfest in Breitenbruch auf, welches noch heute von uns begleitet wird. Dies kam durch die Familienbande der Familie Döring zustande. 1970 spielt der Spielmannszug erstmals auf dem Schützenfest in Hattropholsen-Dörmen, welches ebenfalls bis heute von uns begleitet wird. Aus dieser langen Zeit sind bereits viele generationsübergreifende Freundschaften entstanden. Im Jahr 1980 feiert der Spielmannszug sein 60 jähriges Bestehen mit einem Freundschaftstreffen in der Schützenhalle in Neuengeseke. Auch einige Gründungsmitglieder wohnen den Feierlichkeiten bei.
Im Jahr 1985 werden erstmalig ein geschäftsführender- und ein erweiterter Vorstand gewählt. Heinrich Leifert, der sein Amt 32 Jahre innehatte, wird zum Ehrentambourmajor ernannt. Neuer Tambourmajor und 2. Vorsitzender wird Heinz-Josef Babiel, 1. Vorsitzender wird Heinz Leifert und Kassierer wird Reinhard Mutsch. Des Weiteren besteht der Vorstand aus einem stellvertretenden Tambourmajor, Michael Pälmer und 4 Beisitzern. Einer für die Belange der Trommler, einer für die Belange der Flötisten, einer für die Belange der Jugend und einer für allgemeine Belange. Die Beisitzer sind das Sprachrohr zwischen den aktiven Spielleuten und dem geschäftsführenden Vorstand.
Im Jahr 1985 beendeten gleich zwei gestandene Trommler ihren aktiven Dienst im Spielmannszug. Nach 30 Jahren aktivem Musizieren, werden Horst Dicke und Reiner Polachowski zu Ehrenmitgliedern des Spielmannszuges Neuengeseke ernannt. Im Jahr 1987 legt der Trommler Dietrich Schremmer sen. seine Trommelstöcke ab und wird nach 35 jähriger aktiver Dienstzeit zum Ehrenmitglied ernannt. Die Gründungsmitglieder nach dem Krieg, Willi Höning und Heinz Nüssing werden im Jahre 1990, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70 jährigen Bestehen des Spielmannszuges ebenfalls zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Weiter werden viele Kontakte geknüpft, auf Schützen-, Feuerwehr- und Sportfesten musiziert und die Jugendarbeit vorangetrieben. Die ersten Notenlehrgänge werden absolviert. Der Spielmannszug nahm recht erfolgreich an verschiedenen Wettstreiten des Landesfeuerwehrverbands teil und festigte seine musikalischen Fähigkeiten. 1994 wird Gerald Schulte-Overbeck zum neuen Kassierer gewählt. Im Jahr 1996 beendet Josef Babiel nach 44 Jahren seine bis dahin beispiellose Karriere als Flötist im Spielmannszug. War er doch der Initiator der dafür sorgte, dass ab 1972 auch Mädchen und Frauen im Spielmannszug mitspielen durften. Heutzutage wäre es undenkbar ohne weibliche Mitglieder im Spielmannzug. Sie machen zeitweise mehr als 50% der Aktiven aus. Josef Babiel wird auf der Generalversammlung im Jahr 1996 daraufhin zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahr 1997 wird Michael Pälmer zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Im Jahr 2000 feiert der Spielmannszug sein 80 Jähriges Jubiläum mit einem Kommersabend für befreundete Vereine und einem Freundschaftstreffen mit befreundeten Spielmannszügen und Musikvereinen. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird Reinhard Mutsch nach 34 Jahren in den musikalischen Ruhestand verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt. Im gleichen Jahr wird unser Tambourmajor Heinz-Josef „Jüppi“ Babiel zum Kreisstabführer ernannt und stellt, bedingt durch sein neues Amt, seinen Posten als 1. Tambourmajor im Spielmannszug Neuengeseke zur Verfügung. Auf der Mitgliederversammlung wird Michael Pälmer zum 1. Tambourmajor gewählt. Im Gegenzug bekleidet fortan Jüppi Babiel das Amt des 2. Tambourmajors und auf Antrag wird das Amt des 3. Tambourmajors geschaffen. Dieses bekleidet ab dem Jahr 2001 Beate Schremmer. Sie ist die erste Tambourmajorin im Spielmannszug Neuengeseke und tritt somit in die Fußstapfen ihres Ur-Großvaters. Im Jahr 2001 fand, auf Initiative des 1. Vorsitzenden Michael Pälmer, das erste Sälzermusiktreffen in Neuengeseke statt. Dieses wird seit dem regelmäßig von den verschiedenen Spielmannszügen in der Gemeinde Bad Sassendorf veranstaltet. Im Jahr 2002 wird der Förderverein des Spielmannszuges Neuengeseke e.V. gegründet, der von nun an die finanziellen Belange des Spielmannszuges regelt. Im Jahr 2003 beendet Friedrich Schremmer seine musikalische Karriere und wird nach 32 Jähriger aktiver Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahr 2005 wird die ehemalige Sektbar der Schützenhalle zum Vereinsheim des Spielmannszuges Neuengeseke umgebaut, nachdem das langjährige Vereinslokal „Heidekrug“ auf der Neuengeseker Heide geschlossen wird. Zur Fertigstellung im Jahr 2006 gibt es eine Einweihungsfeier mit zahlreichen Gratulanten. Seit dem ist das Vereinsheim der ganze Stolz des Spielmannszuges. Hier wird regelmäßig geprobt, werden Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen abgehalten und natürlich auch gerne gefeiert.
Auf der Mitgliederversammlung im Jahr 2006 stellte Michael Pälmer sein Amt als 1. Vorsitzender und 1. Tambourmajor zur Verfügung. Michael Berg folgt ihm als 1. Vorsitzender, Beate Schremmer wird 1. Tambourmajorin und 2. Vorsitzende. Michael Pälmer wird 2. Tambourmajor und Jüppi Babiel 3. Tambourmajor. Im gleichen Zuge wird Jüppi Babiel zum Ehrentambourmajor ernannt. Im Jahr 2007 entschließt sich der langjährige Paukenspieler Gerd Döring, seine aktive Zeit im Spielmannszug zu beenden und wird daraufhin auf der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahr 2008 stellt Beate Schremmer ihr Amt als 1. Tambourmajorin und 2. Vorsitzende zur Verfügung, Michael Pälmer stellt sich zur Wahl und wird erneut, nach 2006, 1. Tambourmajor und 2. Vorsitzender. 2. Tambourmajor wird Michael Berg, Beate Schremmer wird wieder 3. Tamourmajorin. Jüppi Babiel bleibt, als Ehrentambourmajor, dem Vorstand erhalten. Gerald Schulte-Overbeck stellt sich als Kassierer nicht zur Wiederwahl, so wurde Julia Meis neue Kassiererin und Schriftführerin des Spielmannszuges. Im Jahr 2010 feiert der Spielmannszug Neuengeseke sein 90 jähriges Bestehen an zwei Tagen im April. Freitags findet der Festakt mit den befreundeten Vereinen aus dem Kirchspiel und den befreundeten Schützenvereinen- und Bruderschaften statt. Samstags findet ein Freundschaftstreffen, beginnend mit einem Sternmarsch durch Neuengeseke und einem Gemeinschaftsspiel auf dem Hof Jasper statt. Anschließend wurden durch die befreundeten Spielmanns- und Musikzüge musikalische Geburtstagsgrüße überbracht und danach wurde ausgelassen gefeiert.
Im Jahr 2011 beschließt, schweren Herzens, der Trommler Andreas Bahne, ab sofort den Spielmannszug passiv zu unterstützen. Auf der Mitgliederversammlung wird Andreas Bahne, aufgrund seiner Verdienste um den Spielmannszug und vor allem um das Vereinsheim, zum Ehrenmitglied ernannt. Im gleichen Jahr wird ein Probenwochenende in der Jugendherberge in Rüthen absolviert. Hier wird mit externen Dozenten unter anderem der „Große Zapfenstreich“ einstudiert, welcher im gleichen Jahr, zum 125 jährigen Jubiläum der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Neuengeseke, zum ersten Mal vom Spielmannszug Neuengeseke aufgeführt wird. Im Jahr 2012 wird auch auf dem Schützenfest in Neuengeseke der „Große Zapfenstreich“ zum festen Bestandteil des Festablaufs. Dietrich Schremmer stellt nach 27 Jahren, als Trommelsprecher, sein Amt zur Verfügung. Neu gewählt wird Tobias Babiel. Im Jahr 2013 traut sich der Spielmannszug in fremde Gewässer. Zum ersten Mal wird, am 30. April 2013, ein Konzert des Spielmannszuges in der Schützenhalle veranstaltet. Die Resonanz ist überwältigend und die Spielleute wurden am Ende des Konzerts mit nicht enden wollendem Beifall und stehenden Ovationen belohnt. Im Jahr 2013 stellt Beate Unruh (geb. Schremmer) ihr Amt als 3. Tambourmajorin zur Verfügung. Jan-Patrick Erberhardt wird vorgeschlagen und zum neuen 3. Tambourmajor gewählt.